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Die Gemeinde Nordhausen hat eine über 100jährige Geschichte, aus der es viel Interessantes zu berichten gibt. 1897 schickt der fromme Kaufmann Bruder Meyer aus Einbeck seinen Angestellten Friedrich Schulz nach Nordhausen, um dort Geschäfte zu führen und eine Missionsarbeit zu beginnen. Er beginnt mit Friedensboten- und Kalendermission und lädt zu Stubenversammlungen ein. Die ersten Nordhäuser, die sich durch seine Arbeit bekehren, werden in Göttingen getauft. Friedrich Schulz kauft in der Lindenstraße 12 ein Haus, in dem sich etwa 60 Personen versammeln können, und das schon bald zu eng wird. 1906 beruft Bruder Meyer den Chemnitzer Prediger Heinrich Braun mit seiner Familie nach Nordhausen. Er finanziert den Kauf eines Pferde- und Schweinestalls in der Grimmelallee 51. Mit Hilfe aus Göttingen wird das Gebäude zu einem Versammlungsraum umgebaut und am 9.12.1909 feierlich eingeweiht. Die Tochter von Heinrich Braun, Lydia, verteilt als Stadtmissionarin besonders in Salza Friedensboten und hilft Bedürftigen u.a. durch Näharbeiten. Sie hält Kinderhandarbeitsstunden mit etwa 30 Kindern und eine Sonntagsschule mit ungefähr 100 Kindern. 1921 geht Heinrich Braun nach Braunschweig. Ihm folgen die Prediger Rande und Krug. 1927 kommt Prediger Klinger1935 der junge Prediger Weinert folgt, hat die Gemeinde bereits 150 Mitglieder. 1938 folgt der etwas ältere Prediger Wupper. nach Nordhausen. Er ist ein vorzüglicher Seelsorger. In dieser Zeit hat die Gemeinde 132 Mitglieder. Als ihm In diesem Jahr fühlt sich die Stationsgemeinde Sondershausen kräftig genug, eine selbständige Gemeinde zu werden. So trennen sich 70 Mitglieder und es bleiben 116 in Nordhausen. Nach dem Tod von Prediger Wupper folgt während dem Krieg eine predigerlose Zeit, bis 1942 Prediger Otto Krause zuzieht. In den Kriegsjahren werden viele Männer eingezogen, die Stadt wird bombardiert und mancher verliert sein Hab und Gut. Durch die Ereignisse im Osten ziehen viele Geschwister hinzu, so daß die Gemeinde auf 150 Mitglieder wächst. 1949 trennt sich die Nordhäuser Stationsgemeinde Harzgerode und wird Teil der Gemeinde Werningerode. Im selben Jahr kommt der ruhige Prediger Hans Weiß nach Nordhausen. In dieser Zeit gibt es ein besonders gutes Miteinander von jung und alt. Gemeinsam renovieren sie die Kapelle und Predigerwohnung. Viele besonders junge Geschwister verlassen die Gemeinde in die BRD, so daß sie 1955 nur noch 108 Mitglieder aufweist. 1956 folgt der Prediger Otto Moratz, der seine Predigtkonzepte an einsam wohnende Geschwister verschickt und besonderen Wert auf die Zusammenarbeit in der Allianz legt. Mit der Hochzeit von Rosalinde Moratz und Horst Hildebrand und dem Zuzug der Familien Praetorius und Zeitz findet eine Verjüngung der Gemeinde statt. Horst Hildebrand übernimmt die Sonntagsschularbeit, Herbert Praetorius den Chor und Siegfried Zeitz kümmert sich um das Haus. 1968 wird der junge Prediger Stellmacher berufen als Nachfolger von Otto Moratz berufen. 1969 folgt der blinde Prediger Karlheinz Walter, der sich mit Jugendtagen und –rüsten sehr um die junge Generation bemüht. Markus Weiß aus der Lochmühle wird neuer Gemeindeleiter. 1981 erwirbt die Gemeinde eine alte Orgel und läßt sie restaurieren. 1985 folgt der junge Sieghard Göthel als neuer Prediger, der jedoch bereits ein Jahr später wieder kündigt. 1987 folgt Siegbert Braun mit vielen neuen Ideen. Er sieht sich als Trainer, der die Gemeinde trainiert, damit alle Glieder mit der Gabe, die sie empfangen haben, der Gemeinde dienen. Er führt die Gemeindebibelschule, offene Abende für Gäste und einen Jüngerschaftskurs ein. 1989 wird Siegfried Zeitz neuer Gemeindeleiter. Die Bibelstunde findet nun nur noch 14tägig statt und dazwischen gibt es Hauskreise, die teilweise missionarisch ausgerichtet sind. 1991 steht ein großes Evangelisationszelt der Evangelischen Allianz auf dem Bebelplatz und wird von vielen Bürgern bestaunt. Was für ein Ereignis nach 40 Jahren DDR! Neue Geschwister kommen aus den GUS-Staaten und Rumänien. Michael Schuwaljow nimmt seine Arbeit als Missionar unter russischsprachigen Juden auf, durch den viele Juden zum Glauben kommen und getauft werden. Von 1994 bis 2000 war die Gemeinde ohne Pastor und nutzte diese Zeit u.a. zum Neubau der Kapelle. Bis 2006 ist Siegbert Riecker Pastor in Nordhausen gewesen.
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Geschichte 




