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Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Nordhausen (Baptisten) DBG Shop
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Sonntag, 5. September 2010
 
 
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So 05.09.2010
Gelobet sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit, denn ihm gehören Weisheit und Stärke!
Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr, allmächtiger Gott! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Völker.
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   WAS IST EINE BAPTISTEN-GEMEINDE?  

 

Die Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden (EFG oder "Baptisten")
Ihre Wurzeln haben die Baptisten in kirchlichen Erneuerungsbewegungen in England. 1609 entstand die erste Gemeinde aus englischen Flüchtlingen in Amsterdam. Nach Deutschland wurde die Bewegung 1834 durch den Kaufmann J.G.Oncken getragen. Heute gibt es weltweit in über 100 Ländern Baptistengemeinden mit etwa 43 Millionen Gemeindegliedern. In Deutschland gibt es 87.000 Mitglieder in über 800 Gemeinden. Als größte Freikirche in Deutschland sind die Baptisten Mitglied in "Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen" und "Deutschen Evangelischen Allianz" und pflegen gute, freundschaftliche Kontakte zu fast allen Landes- und Freikirchen.

Die EFG Nordhausen
Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Nordhausen wurde 1909 gegründet. Sie trifft sich in der "Christuskirche", Grimmelallee 51, hat zur Zeit 66 Mitglieder und eine Zweiggemeinde in Sangerhausen. Neben dem sonntäglichen deutschen Gottesdienst findet samstags um 10.00 Uhr ein russischer Gottesdienst statt. Unter der Woche gibt es zahlreiche Hauskreise, die sich in verschiedenen Wohnungen zum Austausch, gemeinsamen Singen und Lesen treffen.

Kennzeichen der Baptisten
Weltweit werden sechs Punkte als Grundsätze der Baptisten-Gemeinden anerkannt:

  1. Die Bibel als Gottes Wort, daher alleinige Richtschnur für Glauben und Leben.
  2. Die Gemeinde der "Gläubigen", die anderen vom eigenen Glauben erzählen.
  3. Die Taufe auf das Bekenntnis des Glaubens, daher Verbindung von Taufe und Zugehörigkeit.
  4. Das "allgemeine Priestertum" aller Gläubigen, das bedeutet, jeder Christ hat direkten Zugang zu Gott. Daher keine Ämterhierarchie (Rangordnung).
  5. Die Selbständigkeit der einzelnen Kirche vor Ort. Daher kein mit besonderen Befugnissen ausgestatteter kirchlicher Überbau.
  6. Glaubens- und Gewissensfreiheit, daher Trennung von Kirche und Staat.

aus: Jürgen Tibusek, Ein Glaube viele Kirchen. Die christlichen Religionsgemeinschaften - Wer sie sind und was sie glauben (Gießen: Brunnen, 1994), S.296.

Die Baptisten sind von Beginn an eine Bibel- und Gemeinschafts-Bewegung: Im Mittelpunkt stehen die Beschäftigung mit der Bibel und die Beziehungen zu Gott und untereinander. Später wurde ihnen der Name "Baptisten" (Täufer) gegeben. Denn auch unter Repressionen hielten sie an der Form und Bedeutung der Taufe fest, die sie in der Bibel erkannten: Der Glaube geht der Taufe voraus. D.h. getauft wird nur derjenige, wer sich freiwillig und bewußt dafür entschieden hat, Jesus als Retter und Herrn seines Lebens anzunehmen.

Ein Glaube - viele Kirchen
So bunt und vielfältig wie das Leben - so sind auch die Christen zu Hause in zahlreichen unterschiedlichen Kirchen. Das Gute daran ist: Heute kann wirklich jeder eine Kirche finden, in der er eine Heimat hat. Das Schwierige daran ist: Bei so vielen Namen und Bezeichnungen braucht man schon etwas Zeit, um richtig durchzublicken. Grundsätzlich kann man zwischen zwei Typen von Kirchen unterscheiden.

  1. Die Landeskirche (Staatskirche, Volkskirche). Dazu gehören alle, die auf Veranlassung der Eltern als Kinder getauft wurden und später nicht ihren Austritt erklärt haben. Man kann grob zwischen der evangelischen (protestantischen) und katholischen Kirche unterscheiden.
  2. Die Freikirchen. Kennzeichen dieser Kirchen ist die freie Entscheidung zur Mitgliedschaft. Eine Freikirche lehnt eine Verbindung mit dem Staat und damit auch das System der Kirchensteuer ab. Auch die Gemeinden der ersten Christen waren ihrem Wesen nach Freikirchen. Denn in ihnen fanden nur Menschen Aufnahme, die sich durch das Evangelium von Jesus Christus aus der Welt herausrufen und zur Gemeinde hinzufügen ließen.

Zwischen den Landeskirchen und den meisten Freikirchen gibt es ein Verhältnis gegenseitiger Achtung und Zusammenarbeit. Ausdruck dafür ist die Ökumene, die in Deutschland "Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen" (ACK) heißt und zur Zeit 21 Kirchen umfaßt. Daneben gibt es die "Deutsche Evangelische Allianz" (DEA) als lose Gemeinschaft vieler evangelischer Kirchen und Werke, denen Gebet und Evangelisation wichtig ist.
Weitere Informationen finden sie im Internet und  http://www.baptisten.org/

 
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