| Die Gott lieben |
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| Geschrieben von Jürgen Friedemann | |
| Freitag, 25. Januar 2008 | |
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„Die Gott lieben werden sein wie die Sonne, die aufgeht in ihrer Pracht." (Richter 5, 31)
Der Satz aus dem Buch Richter lässt auf
etwas anderes schließen. Es gibt Historiker, die einen möglichen Zusammenhang zwischen dem 30 Jährigen Krieg und der seinerzeit herrschenden feuchten und kalten Schlechtwetterperiode sehen. Fehlende Sonne garantiert nicht gerade gute Laune! Länger werdende Tage und wärmer werde Sonnenstrahlen im Februar lassen die nahende Ankunft des Frühlings ahnen. Wie das auf uns wirkt, bedarf keiner weiteren Erklärung. Sind wir so? Die Zusage, auf andere so zu wirken, wie die aufgehende Sonne, spricht nicht von unserer Selbsteinschätzung, sondern von einer hohen Einschätzung der Möglichkeiten der Liebe, die jemand zu Gott hat. Das Beste, was ein Mensch sich und anderen „antun" kann ist diese Liebe. Sein wie die Sonne, die aufgeht, nicht hinter Wolken sondern am klaren Himmel ihren vollen Glanz entfaltet, führt uns deshalb nicht in einen Schönheitssalon oder in irgend eine Imageberatung, sondern in das Innere unseres Wesens. Liebe ist Herzenssache. Liebe zu Gott kann nur auf einem Weg Herzenssache werden und bleiben. Das geschieht, wenn unser Inneres mit seinen Sehnsüchten und Abgründen nicht sich selbst und irgendwelchen Lebenskonzeptionen überlassen bleibt, sondern mit der Gnade in Berührung kommt, die Jesus Christus in diese Welt gebracht hat. Die Gnade Jesu und unsere Inneres laufen normalerweise neben einander her. Einander berühren können sie nur durch Ehrlichkeit. Ehrlichkeit vor Gott führt unser Inneres mit Gnade zusammen. „Gott, hat euch berufen, von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht." steht in1. Petrus 2, 9. Und die Zusage Gottes in Richter 5, 31 verspricht: „Die, die Gott lieben, werden wie, die prachtvoll aufgehende, Sonne sein." Das ist Programm. Dafür muss unser Leben nicht überall wie am Schnürchen funktionieren. Der Weg dahin ist vielmehr die Zusammenführung der Gnade Jesu mit unserem Innersten durch Aufrichtigkeit vor Gott und einander. Das ist der Grund für die Aufforderung des Apostel Petrus: „Macht euch auf den Weg, werdet geistlich fit, indem ihr eure Hoffnung vollständig auf die Gnade setzt, die euch angeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi." (1. Petrus 1, 13) Am Anfang meines Weges mit Euch, möchte ich uns allen Mut machen, diesen Weg sehr ernst zu nehmen. Auf ihm wird es zu dieser spannenden Vermischung unseres Inneren mit der Gnade Jesu kommen. Sie wird der Zündstoff für die Geburtsstunde unserer Liebe zu Gott und einer Ausstrahlung sein, die dieser Liebe gemäß ist. Wenn wir diesen Weg gehen, werden wir gerade dann, wenn wir uns ganz klein und unbedeutend vorkommen, „sein wie die Sonne, die aufgeht in ihrer Pracht."
Euer Jürgen Friedemann |
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Man denkt vielleicht, wer man ist oder
was aus einem geworden ist, sei durch gewisse Grenzen unabänderlich. Man ist
eben der, der man ist oder die, die man
ist und kann niemand anders sein.



